E-Bike (auch Elektrofahrrad oder Pedelec genannt)

Uneingeschränkt mobil sein. Lustvoll jeden Berg erklimmen. Mit einem Lächeln auf den Lippen gegen den Wind fahren. Die morgendliche Frische auf dem Arbeitsweg genießen und riechen, wie der Flieder blüht. Endlich einmal ohne Stau im Büro ankommen und das ohne zu schwitzen. Nach langer Zeit mal wieder den Enkel abhängen. Das alles und noch mehr ist ein Einfaches mit einem E-Bike. Radfahren wird so immer zu einem gesunden Vergnügen. Darüber hinaus ist es leistungs-ausgleichend bei Paaren, Partnern oder Teams. Und Reichweite verlängernd für alle. Erfahren Sie hier mehr zu der Technik der E-Bikes.

Mittelmotor  

Der Mittelmotor ist zusammen mit dem Drehmomentsensor im Tretlagerbereich in speziell für die jeweiligen Motoren konstruierten Rahmen untergebracht. Der Antrieb erfolgt wie bei einem herkömmlichen Fahrrad direkt vom vorderen Kettenblatt über die Kette auf das Hinterrad, wobei dadurch nur ein vorderes Kettenblatt möglich ist. In Kombination mit einer herkömmlichen Kettenschaltung ergeben sich so maximal 10 Gänge, bei einer Nabenschaltung bis zu 14 Gänge und bei einer kombinierten Naben-/Kettenschaltung, wie sie von der Fa. SRAM (DualDrive) erhältlich ist, bis zu 30 Gänge. Alternativ wird auch die NuVinci Nabe verbaut, die ein Übersetzungesbereich von 360 % zur Verfügung stellt uns sich stufenlosschalten lässt.  Zu beachten ist bei dieser Motorenvariante der evtl. vor allem bei der Kettenschaltung etwas höhere Verschleiß der Kette und damit des Ritzels durch die zusätzliche Kraft des Motors.

Es gibt zur Zeit (Anfang 2014) zwei große und namhafte Anbieter von Mittelmotoren, eine dritter, sehr bekannter (Shimano) wird seinen Mittelmotor STePS geplant im Frühsommer 2014 auf den Markt bringen:

Das Bosch System ist das jüngste Mitglied in der Reihe der Mittelmotoren. Seit Frühjahr 2011 auf dem Markt erhältlich ist der Motor für das Modelljahr 2014 überarbeitet worden. Bisher gab es und gibt es weiterhin einen Motor (Classic+) mit 36Volt und 250Watt Nennleistung (vom Gesetzgeber vorgeschrieben), einem Drehmoment von 30-50Nm und zwei unterschiedlichen Akku-Kapazitäten, nämlich 300Wh und 400Wh, und einen schnellen Motor mit 350Watt und 40-50Nm. Die zur Verfügung stehenden Unterstützungsstufen, die über die Fernbedienung vom Griff aus oder direkt am Display gewählt werden können, stufen sich wie folgt ab: Eco (30% Unterstützung durch den Motor), Tour (100%), Sport (180%) und Turbo (250%).
Neu gibt es jetzt den Bosch Motor in der Ausführung „Active Line“, d.h. 36Volt, 250Watt Nennleistung, 48Nm Drehmoment mit den Unterstützungsstufen: Eco (40%), Tour (100%), Sport (150%) und Turbo (225%). Der Active Line Motor ist nun auch in einer Rücktrittvariante erhältlich.
Gleichzeitig hat Bosch auch den Performance Line Motor neu eingeführt, dieser ist ebenso ein 36Volt System mit einer Nennleistung von 250Watt, 50Nm Drehmoment bei einer Nabenschaltung (nur Freilauf) bzw. 60Nm Drehmoment bei einer Kettenschaltung. Die Unterstützungsstufen sind Eco (50%), Tour (110%), Sport (170%) und Turbo (275%).
Ferner wird der Performance Line Motor auch in einer Speed Version für sogenannte S-Pedelecs (bis 45km/h) mit Kettenschaltung angeboten. Die Unterstützungsstufen sind hier identisch zum „normalen“ Performance Line Motor.
Allen neuen Motoren stehen die Akkus ebenfalls mit Kapazitäten von 300Wh (nur Rahmenakku) oder 400Wh (Rahmen- oder Gepäckträgerakku) zur Verfügung. Das Gewicht des Akkus liegt bei 2,0kg bis 2,6kg, abhängig vom Typ. Der Akku lässt sich sowohl am Rad als auch im entnommenen Zustand innerhalb 2,5h (300Wh) bzw. 3,5h (400Wh) laden.
Das zentral angebrachte Intuvia Display verfügt über einen integrierten Kilometerzähler und informiert Sie so über Ihre aktuelle Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrzeit, Uhrzeit, Tages-/Gesamtkilometer, zurückgelegte Strecke, verbleibende Restreichweite. Ferner verfügt das Display über einen USB-Ausgang, mit dem Smartphones, Navigationsgeräte o.ä. geladen werden können. An der Bedieneinheit, die vom Lenkergriff aus leicht zu erreichen ist, befindet sich auch ein Taster für die Schiebehilfe (bis max. 6km/h).
Zu beachten ist, dass die Akkus und Ladegeräte des Classic+-Systems nicht kompatibel zu dem Active Line bzw. Performance Line System sind.
Laut Bosch, und das haben unsere Kunden bisher bestätigt, können Reichweiten von bis zu 180 km erzielt werden. Sie finden den Bosch Motor in folgenden Fahrrädern in unserem Sortiment: blueLabel, Bulls, Flyer, Haibike, Hercules, Katarga, Pegasus, Riese und Müller, Stevens, Velo De Ville und Zemo. Als schnelle Variante führen wir den Bosch Motor in Rädern der Marke Kalkhoff und Riese und Müller.

Der Antrieb der Firma Panasonic ist das System, welches das Elektrorad seit Anfang des Jahrtausends überhaupt salonfähig gemacht hat. Seit dem Jahr 2003 ist dieses System auf dem europäischen Markt erhältlich und war das Erste, welches mit einer Lithium-Ionen Akku-Technologie ausgestattet war, wodurch deutlich erhöhte Reichweiten möglich wurden und der unliebsame „Memory-Effekt“ der Vergangenheit angehörten. Im Jahr 2004 kam das System, verbaut in FLYER-Elektrorädern aus der Schweiz, erstmals zu uns nach Deutschland und auch zu Olek´s Radsport in Einhausen.
In der Zwischenzeit hat sich natürlich auch beim Panasonic System einiges getan. War es am Anfang noch basierend auf einer Spannung von 26Volt und Akku-Kapazitäten von gerade einmal 200Wh so verfügt das neue Panasonic System des Modelljahres 2014 mittlerweile ebenfalls über eine Spannung von 36Volt und Akku-Kapazitäten von 540Wh bzw. 648Wh. Spüren tut man dies ganz eindeutig an einer wesentlich dynamischeren Unterstützung und einer deutlich vergrößerten Reichweite. In Zahlen bedeutet dies: das Drehmoment beträgt 65Nm, damit ist der Panasonic-Motor der Drehmoment-stärkste Mittelmotor der zur Zeit auf dem Markt ist und dies bei einer Reichweite von bis zu 180km. Erfreulich für alle Radfahrer, die nicht auf den gewohnten Rücktritt verzichten möchten: den Panasonic Motor gibt es auch in einer Rücktrittvariante. Unverändert ist die Positionierung des Akkus geblieben. Dieser ist direkt auf dem Motor angebracht, zwischen Sitzrohr und Hinterrad, was für einen optimal zentralen und niedrigen Schwerpunkt sorgt, dass ganze Fahrrad aber ein paar Zentimeter länger werden lässt. Der Akku lässt sich sowohl am Rad als auch im entnommenen Zustand in gut vier Stunden laden.Das Display ist seitlich oder zentral (dann mit Bedieneinheit am Lenkergriff) untergebracht und informiert den Fahrer über die verbleibende Reichweite, aktuelle und durchschnittliche Geschwindigkeit, Fahrzeit, Uhrzeit (nur bei zentraler Montagevariante), Tages- und Gesamtkilometer und Unterstützungsstufe.
Auch das Panasonic System gibt es in einer schnellen (S-)Pedelec Variante, hier verfügt es dann sogar über ein Drehmoment von 70Nm und regelt, je nach Entfaltung der verbauten Schaltung, erst bei 45km/h ab.
Zu beachten ist auch hier, dass sowohl das Ladegerät als auch der Akku nicht zu den vorherigen Panasonic-Systemen kompatibel sind, dies liegt an den LiIon-Zellen, die mit einer Zellenkapazität von 3000mA nicht mehr mit dem alten Ladegerät geladen werden können.
Das Panasonic-System finden Sie bei uns in Rädern der Marken: FLYER und KTM.

 

 

Hinterradnabenmotor  

Der Motor des kanadischen Herstellers BionX hat einen Wirkungsgrad von bis zu 90 % und ist sehr effizient. Die Kraftübertragung erfolgt direkt und ohne Verluste auf das Hinterrad. Die Steuerung der Zusatzkraft erfolgt über die Pedalkraft, es gibt keinen Gasgriff. Je stärker man in die Pedale tritt, desto mehr unterstützt der Elektroantrieb. Hört man auf zu treten, stoppt der Motor und man rollt weiter. Die Trittfrequenz ist frei wählbar. Der Motor hat vier einstellbare Stufen mit bis zu 300 %, in der schnellen Variante bis zu 400 % Tretunterstützung. Bei ausgeschaltetem Antrieb hat der bürsten- und getriebelose Motor praktisch keinen Widerstand und das E-Bike kann wie ein klassisches Fahrrad benutzt werden. Auch ist eine Rekuperation (Energierückführung) in ebenfalls vier Stufen möglich. Der Motor ist unauffällig im Hinterrad integriert. Die digitale CAN-Bus-Technologie verfügt über eine sehr schnelle Regelungstechnik und arbeitet völlig geräuschlos. Über die Steuereinheit am Lenkergriff kann der Unterstützungsgrad in vier Stufen eingestellt und auf den Generatormodus umgeschaltet werden. Im Display werden der gewählte Unterstützungsgrad, die Geschwindigkeit, Durchschnittsgeschwindigkeit, Tages- und Gesamtkilometer, Fahrzeit sowie der Ladezustand des Akkus angezeigt. Bei uns erhalten Sie den BionX-Antrieb bei den Hersteller: Kalkhoff, Riese und Müller, Wheeler und als Nachrüstsatz.

 

Mit 250 Watt Nennleistung und mehr als 40 Nm Drehmoment bildet der Motor das Herz des GO SwissDrive Systems und sorgt jederzeit für genügend Vortrieb. Drehmomentmessung, Motorsteuerung und wichtige Schutzmechanismen sind direkt in den Motor integriert, wodurch sie absolut zuverlässig und völlig wartungsfrei arbeiten. Auf Höhe von Schaltung und Bremshebel in Griffweite am Lenker montiert liefert Ihnen das GO SwissDrive Display ständig alle relevanten Informationen zum System und bietet zudem viele Funktionen, die Sie von einem Fahrradcomputer kennen. Sie behalten mit dem Display stets den Überblick über den aktuellen Unterstützungsgrad und den daraus resultierenden Stromverbrauch, den durchschnittlichen Stromverbrauch, die Batteriekapazität, die gefahrenen und insgesamt gefahrenen Kilometer sowie die verbleibende Restreichweite mit der aktuellen Ladung der Batterie. Geschwindigkeit, Durchschnitts- und Maximalgeschwindigkeit können Sie sich zudem selbstverständlich auch jederzeit anzeigen lassen. Den GoSwiss-Antrieb finden Sie in Rädern der Marke Bulls GreenMover und Simplon.

Im Jahr 2013:

Panasonic Hinterrad-Motor

Neuer Motor bei Bulls GreenMover-Modellen, Focus und Kalkhoff Elektrorädern.

Frontmotor  

Der Frontmotor treibt das Vorderrad an, d.h. das Vorderrad zieht das restliche Fahrrad. Der Akku befindet sich im allgemeinen in den Gepäckträger integriert. Der Sensor ist hier oft als ein reiner Bewegungssensor an der Tretkurbel positioniert, wodurch der Motor beim Vorwärts- als auch beim Rückwärts Treten arbeitet. Über ein Display lässt sich bei diesen Motoren in der Regel die Geschwindigkeit in drei Stufen regulieren. Diese eher einfachen Systeme gibt es auch als Nachrüste-Sets (z.B. Ansmann), wobei hier die für ein herkömmliches Fahrrad ungewohnte Belastung des „ziehenden“ Vorderrades zu beachten ist.
Bei aufwändigeren Systemen (wie z.B. TransX) wird im speziell dafür produzierten Ausfallende des Hinterrades ein Sensor angebracht, welcher die Kettenspannung misst und abhängig von dieser Kraft den Motor steuert. Bei diesem System hat der Fahrer die Möglichkeit drei Unterstützungsstufen zu wählen.
Gemeinsam ist bei beiden Varianten die Möglichkeit, alle Kettenschaltungen, sowie alle Nabenschaltungen, ob mit oder ohne Rücktrittbremse, verbauen zu können.